Fête des Lumières – Lichterfest in Lyon
Jedes Jahr um den 8. Dezember herum kann man in Lyon ein wahres Lichtermeer bewundern: die Fête des Lumières. An diesem Tag erstrahlt Lyon, die zweitgrößte Stadt Frankreichs, in hellem Glanz und verwandelt sich in ein leuchtendes Märchenparadies. Tausende von bunten Lichtern erhellen die Straßen und Häuser der Stadt.

Scheinwerfer verwandeln das Rathaus in Lyon während der Fête des Lumières in ein Kunstwerk
Die historischen Gebäude und Plätze der Stadt – darunter das Hôtel-Dieu, die Kirche Saint-Nizier oder das Opernhaus – werden mit bunten Scheinwerfern beleuchtet. So verwandelt sich die Kathedrale schon mal in eine blühende Blumenwiese oder einen leuchtenden Herbstgarten. Andere Gebäude wechseln ganz ihre Gestalt – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und auch der Humor kommt bei dieser Veranstaltung nicht zu kurz.
Internationale Lichtkünstler, Designer und Techniker reisen in die französische Metropole und tragen dazu bei, dass dieses Lichterfest in Lyon jedes Jahr wieder zu einem ganz besonderen Erlebnis wird. Mit ihren spannenden Lichtinstallationen und Lichtobjekten lassen sie die Stadt erleuchten und sorgen für so manche Überraschung. Ganze vier Tage dauert die Fête des Lumières, die seit 1989 professionell organisiert wird und auch musikalische Unterhaltung bietet. Die Stadt organisiert zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen rund um das Thema Licht. Auch die Bewohner von Lyon lassen es sich nicht nehmen, Kerzen vor ihre Fenster und auf ihre Balkone zu stellen und ihre Häuser und Wohnungen zu beleuchten.
Deshalb sind es mittlerweile rund 4 Millionen Besucher, die jedes Jahr nach Lyon pilgern, um das Spektakel zu bewundern. Dabei blickt das Lichterfest von Lyon auf eine lange Tradition zurück und lässt sich bis ins Jahr 1852 zurückverfolgen.
Video vom Lichterfest in Lyon
Genießen Sie die Eindrücke des Lichterfests – der Fête des Lumières – in Lyon.
Geschichte der Fête des Lumières
Damals wurde die Stadt Lyon von einer langen Pestperiode heimgesucht. Als diese endlich ein Ende fand, beschlossen die Einwohner Lyons, der heiligen Maria zum Dank eine Statue zu stiften. Diese sollte die Stadt auch vor weiteren Epidemien und Seuchen schützen. Zur Einweihung plante man ein großes Fest, doch an diesem Tage kamen starke Unwetter auf, es regnete in Strömen und der Fluss trat über die Ufer. Die Bürger waren gezwungen, ihre Feierlichkeiten abzubrechen. Kurzerhand verlegte man das Fest auf einen anderen Tag. Man wählte den 8. Dezember, den Tag von Mariä Empfängnis, der Tag, an dem sie gezeugt wurde. Aber auch an diesem Tag war das Wetter zunächst bis in die Abendstunden hinein sehr schlecht. Dann klärte sich der Himmel doch noch auf und die Zeremonien und Rituale konnten stattfinden. Zum Dank entzündeten die Lyoner Bürger Kerzen und Lampions in der ganzen Stadt vor ihren Fenstern und in ihren Straßen.
Seit dieser Zeit feiert man die Fête des Lumières in Lyon Jahr für Jahr in der ganzen Stadt.
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