Der Untergrund von Paris: Kanalisation, Katakomben & Kataphilen

Katakomben von Paris (Wikimedia)
Paris – Lichterstadt, Kunstmetropole, Hauptstadt der Mode. Diese Aufzählung könnte man unendlich fortsetzen. Aber es gibt noch ein anderes Paris, die Stadt unter der Stadt. Der Untergrund von Paris ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Kanäle, Katakomben und Kataphilen eröffnen ein verborgenes Paris das man auf der Oberfläche kaum vermuten würde.
Les Egouts de Paris – Die Pariser Kanalisation
Das weit verzweigte Kanalisationsnetz von Paris wurde bereits im 14. Jahrhundert begonnen und erhielt seine heutige Ausprägung Ende des 19. Jahrhunderts durch Baron Haussmann. Das rund 2100 km lange Netz muss heute etwa 1,3 Millionen Kubikmeter verschmutztes Wasser entsorgen. Dieser feucht-kalten Ort hat Victor Hugo in seinem Roman „Die Elenden“ als Versteck für Jean Valjean und Marius gedient. Auch „Das Phantom der Oper“, nach der Vorlage von Gaston Leroux, führt uns hierher. Ein kleiner Teil dieser unterirdischen Welt ist begehbar und es werden Führungen in die Kanalisation angeboten. In einem kleinen Museum werden Gerätschaften und Werkzeuge der Kanalarbeiter vorgestellt. Ein DIA-Vortrag informiert über das neuzeitliche Abwasserbeseitigungssystem der französischen Hauptstadt.
Der Eingang befindet sich an der Pont de l‘Alma, gegenüber von 93, Quai d‘Orsay.




